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Erstellt am: 30.06.2021

BÜRGERFREUNDLICHE LÖSUNGEN FÜR DIE VERWALTUNG 4.0

Es liegt in der digitalen Logik, die Potenziale der Vernetzung auszuschöpfen, um Workflows schneller, einfacher und wirtschaftlicher zu machen. Das 2011 gestartete Zukunftsprojekt der deutschen Bundesregierung „Industrie 4.0“ war der Big Bang für die vierte industrielle Revolution – die „Individualisierung bzw. Hybridisierung der Produkte und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die Geschäftsprozesse“ (Gabler). Etwas zeitversetzt hat auch der Verwaltungsapparat zum digitalen Quantensprung angesetzt und steuert die „Verwaltung 4.0“ an – u.a. mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG), dem produktiven Einsatz der E-Akte und Registermodernisierungsgesetz. Die Lösungen der SYNCPILOT Group bringen den öffentlichen Sektor seinen digitalen Zielen näher.

 

Öffentliche Verwaltungen nehmen das Tempo des digitalen Wettbewerbs auf

ERP-Systeme und IoT-Lösungen in der Fertigung, robotgesteuerte Prozessautomatisierungen und Smart Services in der Instandhaltungsstrategie machen sichtbar, was intelligent vernetzte Maschinen und Abläufe bei Produktverbesserungen und Effizienzsteigerung zu leisten imstande sind. Die digitalen Möglichkeiten nutzen, ist auch Anspruch der öffentlichen Hand. Milliarden-Investitionen fließen in die Modernisierung der Verwaltungen. In einer hochvernetzten Gesellschaft, die immense Datenmengen produziert, wollen sich auch Bund, Länder und Kommunen als wettbewerbsfähige, digitale Dienstleister erweisen. Dass Deutschland es mit der Digitalisierung im Allgemeinen und der Verbesserung des Digitalisierungsindex im Besonderen mehr als ernst meint, lässt sich u.a. an den vielfältigen Initiativen und Gesetzesnovellen des Bundes ablesen: Umsetzung OZG bis Ende 2022, neuer Gesetzesentwurf für ein Unternehmensbasisdatenregister (UBRegG) zur Entlastung unnötiger Berichtspflichten und Einführung einer bundeseinheitlichen Wirtschaftsnummer für eine register- und verwaltungsübergreifende Identifikation der Unternehmen, das Smart ID-Gesetz, die KMU-Investitionsförderung „Digital Jetzt“ für kleinere und mittlere Unternehmen u.v.m.

 

Reduzierung des Verwaltungsaufwands für Bürger und Bürgerinnen – der effiziente Staat braucht eine effiziente technologische ID-Lösung

All das sind vielversprechende Entwicklungsperspektiven eines „Smart Government“ – technologiebasiert, bietet ein effizienter Staat eine Customer Experience, wie Bürger und Bürgerinnen sie aus dem Unternehmensumfeld bereits kennen und gewohnt sind. Zum anderen zeichnet sich ein schlanker Staat durch intelligentes Regierungs- und Verwaltungshandeln aus, ermöglicht über technologische Plattformen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten der Interaktion und Zusammenarbeit. „Ein intelligent vernetztes Regierungs- und Verwaltungshandeln nutzt die Möglichkeiten intelligent vernetzter Objekte und cyberphysischer Systeme zur effizienten wie effektiven Erfüllung öffentlicher Aufgaben,“ wie Jörn von Lucke, Institutsleiter des The Open Government Institute an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und Professor für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik, schreibt. Ein wichtiger Baustein in der „Verwaltung 4.0“ ist das „Once-Only“-Prinzip. Mit dem Inkrafttreten des Registermodernisierungsgesetzes (Mai 2021) soll die vielfältige und dezentral geführte Registerlandschaft bereinigt und die Inanspruchnahme von Behördenleistungen vereinfacht werden. Künftig wird nur noch eine individuelle Identifikationsnummer (die Steuer-ID) in der öffentlichen Verwaltung als übergreifendes Ordnungsmerkmal für besonders relevante Register wie Melderegister, Personenstandsregister und Fahrzeugregister genutzt (Bundesregierung.de). Die Modernisierung der Register ist ein zentrales Element im „Smart Government“ und in der Vernetzung der kommunalen Verwaltungen.

Daten und Nachweise sollen digital übermittelt werden können, ohne dass Personendaten immer wieder neu angegeben und erfasst werden müssen. Das nutzerfreundliche „Once-Only“-Prinzip gewährleistet eine eindeutige Identifizierung sowie verfassungs- und datenschutzkonformes Handeln. Die Steuer-Identifikationsnummer bietet sich als übergreifendes und verlässliches Ordnungsmerkmal unter den Behörden an, da sie bereits in einer Vielzahl von Registern gespeichert ist. Wenn Bund, Länder und Kommunen gemäß Onlinezugangsgesetz 575 Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 online anbieten sollen, ist „Once Only“ nicht nur ein sinnstiftendes Verwaltungsprinzip, sondern der technologische Imperativ schlechthin.

©freepik.com

Employer Branding - Behörden als Player im War for Talents

Die Verwaltung 4.0 ist nicht nur ein Abschied vom bürokratischen Denken, sondern auch Ausdruck eines unternehmerischen Mindsets. Der Bund stellt Milliarden für die Umsetzung des OZG und die Modernisierung der Registerlandschaft bereit. Hier können die kommunalen Entscheider vom interdisziplinären Austausch mit der Wirtschaft und ihren Erfahrungen im Bereich „Smart Factory“ profitieren. Mit Blick auf die digitalen Herausforderungen sind öffentliche Verwaltungen auch Player im „War for Talents“. Sie brauchen qualifizierte Fachkräfte für die Realisierung, den Ausbau und die Pflege wettbewerbsfähiger Bürgerportale, Infrastrukturen und Datennetzwerke. Kommunale Employer-Branding-Strategien werden nötig sein, um auch Behörden als attraktiven Arbeitgeber gegenüber der Wirtschaft zu positionieren.

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Die Herausforderung der Identifizierung und Authentifizierung der digitalen Identität - SYNCPILOT Lösungen für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung

Bürgerzentrierte Plattformlösungen wie die von SYNCPILOT bieten die technologischen Standards für datenschutzkonforme, cybersichere Identifikation, Authentifizierung und Austausch von Daten innerhalb der Verwaltungen bis hin zur Automatisierung von Abläufen im Datenmanagement. Lösungen, die u.a. die Bearbeitungsdauer erheblich senken, den Bürgerzufriedenheitsscore und Citizen Effort Score (Einfachheit) steigern. So reduziert sich der Bearbeitungsaufwand für Elterngeldanträge von durchschnittlich 5 Tagen auf 1,5 Tage. Über das integrierte Dokumentenportal SYNCDOX ist eine synchrone und asynchrone 24/7 Bearbeitung möglich. Intelligentes Regierungs- und Verwaltungshandeln bedeutet auch, mehr Geschwindigkeit bei Bürgeranliegen.

Digitale Technologien, mobile Plattformen, Daten und Prozesseffizienz sind nicht länger Ausschließlichkeitsthemen der Wirtschaft, selbst wenn diese den epochalen Umbruch der digitalen Revolution sehr viel früher erkannt und genutzt hat. Big Data wird auch stärker in politische Entscheidungsprozesse einfließen und zu mehr Transparenz beitragen. Einer der Dreh- und Angelpunkte in der digitalen Zukunftsgestaltung bleibt die Umsetzung eines interoperablen ID-Ökosystems. Doch eine „individuelle digitale Identität“, die in den unterschiedlichsten Anwendungskontexten gilt und mit der sich Personen bei unterschiedlichsten Anbietern, Plattformen, in Foren und bei Ämtern authentifizieren und identifizieren, ist gleichzeitig eine der größten Baustellen. Für Einkäufe, Bankgeschäfte, Mietwagenbuchung oder sonstige digitale Verwaltungsprozesse werden jeweils eigene Nutzerdaten erstellt. „Im Durchschnitt hat jeder EU-Bürger derzeit rund 90 digitale Identitäten, darunter Zugangsdaten zu Social-Media-Accounts, Online-Shops, Mobilitätsplattformen oder zu Online-Banking-Portalen,“ ist im Blog des Bankenverbands zu lesen.

Das Problem der Anzahl an „digitalen Identitäten“ soll durch die von der Bundesregierung gestartete Initiative zur Schaffung eines offenen europäischen Ökosystems digitaler Identitäten gelöst werden (ebd.). Sichere, digitale Identitäten garantieren, dass der Nutzer der ist, der er vorgibt, zu sein. Da eine verifizierte digitale Identität die Bescheinigung durch eine vertrauenswürdige Stelle benötigt (bspw. Amt, Bank), müssen Staat und Wirtschaft sich auf einen gemeinsamen Kurs verständigen. Das betrifft insbesondere eine „einheitliche sektorübergreifende Rechtsgrundlage“. Mit der eIDAS-Verordnung besteht bereits ein EU-weiter Rechtsrahmen für Vertrauensdienste, beispielsweise zur Ausstellung von qualifizierten elektronischen Signaturen und Siegeln. Die Funktionalitäten der rechtsgültigen Identifizierung (Video-Ident) und Authentifizierung, der qualifizierten elektronischen Signatur (gemäß eIDAS) und des Fallabschlusses ohne Medienbruch stehen Unternehmen und Verwaltungen auf der SYNCPILOT Beratungs- und Vertriebsplattform LIVE CONTRACT zur Verfügung. Mit der SYNCPILOT Schnittstellentechnologie ermöglichen wir eine reibungslose Kommunikation und Interoperabilität, Datenmigration in die E-Akte sowie Integration in ERP- und Datenmanagementsysteme. Die Lösung ist zudem auf die Skalierung von Geschäftsmodellen ausgelegt. Für die unterschiedlichen Anforderungen der Verwaltung 4.0 berät die SYNCPILOT GROUP gemeinsam mit seinen Exzellenzpartnern Ministerien und Kommunen.

 


Kurzprofil SYNCPILOT:

Die SYNCPILOT Group ist ein Full-Service-Unternehmen, das sich auf Time-to-Market Lösungen für digitale Geschäftsmodelle und Verwaltungsdigitalisierung spezialisiert hat. Organisiert als Ecosystem bietet die SYNCPILOT Group „Digital Maturity Solutions“ aus einer Hand.

Quellen:

Bankenverband: Digitale Identitäten, Schritte auf dem Weg zu einem ID-Ökosystem, März 2021

Bitkom: Digitale Identitäten als Chance für Europas Digitalökonomie;
https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-09/20200901_digitale-identitaten-chance-fur-europas-digitalokonomie.pdf

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: BMWi bringt Zukunftsthemen auf den Weg;

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Digital Jetzt“ – Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands;

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: Registermodernisierung – Digitale Verwaltung benötigt moderne Register;

Bundesregierung: Verbesserung digitaler Verwaltungsleistungen;
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/registermodernisierungsgesetz-1790176

Jörn von Lucke (2015), in: Trendreport Effizienter Staat, Smart Government - Regieren und Verwalten in Deutschland im Jahr 2030, Hrsg.: Prognos und Behörden Spiegel, 2016

Wirtschaftslexikon Gabler: Industrie 4.0

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